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Zum Saisonausklang in der Landesliga Nord unterlagen die Handballer des VfB
Forchheim nicht unerwartet beim Vizemeister TG Landshut mit 32:39 (14:17).
TG Landshut – VfB Forchheim 39:32
Der Sieg des Gastgebers und Aufstiegsaspiranten fiel zwar am Ende deutlich
aus, doch lange Zeit, vornehmlich im ersten Abschnitt, konnte sich der
Tabellenzweite seiner Sache nicht so sicher sein. Forchheim lag zwar selbst
nur zweimal in Führung (10:11/24. und 11:12/25.), kämpfte sich aber mit
einer geschlossenen und engagierten Leistung auch nach Rückständen immer
wieder heran.
Der VfB war zeitweise an der Überraschung dran, wären nur nicht die vielen
haarsträubenden Fehler gewesen – vornehmlich in den ersten zehn Minuten zu
Beginn des zweiten Durchgangs. Der VfB trat ohne seinen Trainer Elmar Ehrich
an – er war zum Landeslehrgang in Herzogenaurach, um seinen
Übungsleiterschein verlängern zu lassen. Betreuer Günter Hallmann und
Mannschaft selbst übernahmen gemeinsam Ehrichs Part.
Im Angriff ließ der VfB zu viele Chancen aus und wurde im Gegenzug gnadenlos
ausgekontert. In der offensiv ausgerichteten 4:2-Abwehr wurden vornehmlich
die Kreisanspiele der TG nicht genügend unterbunden. Dennoch: 32
Auswärtstore beim Vizemeister ist eine Menge Holz.
Die Oberfranken begannen nervös und leisteten sich einige Fehlwürfe und
Passfehler. Landshut hatte dadurch leichtes Spiel und ging mit 4:1 in
Führung. Doch Mitte der ersten Spielhälfte legte sich die Unsicherheit im
VfB-Spiel. Die Forchheimer fanden nun immer besser ins Spiel. Zuvor hatte
der eingewechselte Torwart Frank Albrecht zwei Siebenmeter der TG pariert.
Nach einer Viertelstunde stand die Partie 8:8. Forchheim schaffte mit einem
starken Zwischenspurt den Gleichstand und ging zur Überraschung der
Gastgeber mit 10:11 und 11:12 in Führung. Damit war das angekündigte
Schaulaufen der Hausherren zu Ende, fortan standen die Stammkräfte auf dem
Parkett. Da Forchheim aus seinen Chancen nichts machte, gingen die
engagierten Hausherren mit 17:14 in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel kam die Schwächephase des VfB. Nach vorne ging zehn
Minuten praktisch nichts zusammen: Die Pässe waren zu ungenau, der Gegner
profitierte von der fahrigen Spielweise der Forchheimer. Das war ein
gefundenes Fressen für die konterstarken Gastgeber. Mit vier Toren am Stück
erhöhten sie ihren Vorsprung auf 20:15, zwischendurch traf der VfB zu 20:16.
Mit einer weiteren Vier-Tore-Serie zog Landshut auf 24:16 davon. Damit war
der Käse gegessen und die Niederbayern bauten zwischenzeitlich ihre Führung
auf elf Tore (37:26) aus. In der Schlussphase legte der VfB noch einmal eine
Schippe drauf, stand konsequenter in der Abwehr und verwandelte die
Ballgewinne zu fünf Gegenstoßtoren (37:31). TG-Torjäger Alexander Reitmeier,
der viel rochierte, war von der VfB-Abwehr nicht zu halten und erzielte neun
Tore.
Fazit: Die vielen Fehler in der Vorwärtsbewegung brachen dem VfB das Genick,
um den Aufstiegsaspiranten dauerhaft Paroli bieten zu können. Dennoch
verdiente sich die VfB-Truppe ein Lob für ihren nie nachlassenden Einsatz.
Phasenweise waren auch schöne Ansätze im Positionsspiel zu sehen, und auch
der Kreisspieler wurde gut in Szene gesetzt.
VfB Forchheim: Schmitt, Albrecht – Radina 1, Sitzmann 3, Gärtner 5,
Gieck 6, Krämer, Wackersreuther 5, Hallmann 4/1, D. Sauer 3, Ihrke 2, Blatt
3
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