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Im letzten, für den VfB bedeutungslosen Heimspiel in der Landesliga Nord
unterlagen die Forchheimer der TS Selb mit 23:29 (10:14). Trotzdem war die
Frustration sowohl bei Mannschaft und auch bei den Fans nicht allzu groß.
VfB Forchheim – TS Selb 23:29
Die kampfbetonte Partie war in der ersten Viertelstunde ausgeglichen
(5:6/14.). Danach bekamen die variabler und druckvoller agierenden Gäste
immer mehr die Oberhand. Ihre Stärke war, dass sie von jeder Position
torgefährlich waren. VfB-Coach Elmar Ehrich meinte: " Ich bin von dem
starken Innenblock der Selber sehr beeindruckt, dahinter stand zusätzlich
ein guter erster Schlussmann. Deshalb bin ich mit dem Auftritt meines Teams
zufrieden. Wir haben uns phasenweise gut aus der Affäre gezogen."
Fakt ist, dass das Spiel des VfB zu instabil war. Den kurzen guten Phasen
folgen meist eine längere Durststrecke, in der sich sämtliche Schwächen
offenbarten: ungenaues Passspiel, unentschlossen im Abschluss, hilflos im
Bestreben, dem Spiel den eigenen Stempel aufzudrücken, in der Abwehr zu
langsames Verschieben zum ballführenden Spieler und wenig Aggressivität.
Die körperlich stärkeren Gäste waren aus einem anderen Holz geschnitzt: Da
wurde energisch zugepackt. Schwächen zeigten sie allerdings in der
Verwertung von Siebenmetern: Von acht zugesprochenen Strafwürfen
verwandelten sie drei. Dennoch nutzte Selb die Schwächephase des VfB vor der
Pause und zog bis zum Seitenwechsel auf 14:10 davon, wobei Frank Albrecht im
VfB-Tor zwei Siebenmeter abwehrte und die Gäste einen dritten Strafwurf
übers Tor warfen.
Im zweiten Abschnitt behielten die Gäste zunächst ihren Drei-, zeitweise
Vier-Tore-Vorsprung. Doch der VfB zeigte Moral und kämpfte sich heran und
hatte die Möglichkeit, den Ausgleich (16:18, 17:19) zu schaffen. Doch das
ständige Hinterherlaufen eines Rückstandes kostete viel Selbstvertrauen,
räumte der Trainer ein. Und leichten Fortschritten folgten deprimierende
Rückschläge – ein Schlingerkurs wie in der gesamten Saison, der nicht
unbedingt ein Zeichen von mentaler Stärke ist.
Ehrich bilanzierte: "Ich bin dennoch einigermaßen zufrieden mit der
Mannschaft, weil sie gekämpft, sich nie aufgegeben hat. Sie hat versucht
umzusetzen, was wir machen wollten."
VfB: Schmitt, Albrecht – Sitzmann, Gärtner 4, Kist 1, Gieck 3, Krämer
2, Wackersreuther 2, Kiesel 1, Hallmann 4/2, Blatt 5, D. Sauer, Radina,
Ihrke 1/1
Schiedsrichter: Anderlohr, Jäkel (Nürnberg)
Zeitstrafen: 5 / 3
Siebenmeter: 4/2 / 8/3
he
siehe auch
Fotostrecke bei inFranken.de
Foto bei nn-forchheim.de
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