VfB Forchheim 1861   Handball 
Saison 2010/11

24.04.2010
Landesliga Nord
 
Im letzten, für den VfB bedeutungslosen Heimspiel in der Landesliga Nord unterlagen die Forchheimer der TS Selb mit 23:29 (10:14). Trotzdem war die Frustration sowohl bei Mannschaft und auch bei den Fans nicht allzu groß.

VfB Forchheim – TS Selb 23:29

Die kampfbetonte Partie war in der ersten Viertelstunde ausgeglichen (5:6/14.). Danach bekamen die variabler und druckvoller agierenden Gäste immer mehr die Oberhand. Ihre Stärke war, dass sie von jeder Position torgefährlich waren. VfB-Coach Elmar Ehrich meinte: " Ich bin von dem starken Innenblock der Selber sehr beeindruckt, dahinter stand zusätzlich ein guter erster Schlussmann. Deshalb bin ich mit dem Auftritt meines Teams zufrieden. Wir haben uns phasenweise gut aus der Affäre gezogen."
Fakt ist, dass das Spiel des VfB zu instabil war. Den kurzen guten Phasen folgen meist eine längere Durststrecke, in der sich sämtliche Schwächen offenbarten: ungenaues Passspiel, unentschlossen im Abschluss, hilflos im Bestreben, dem Spiel den eigenen Stempel aufzudrücken, in der Abwehr zu langsames Verschieben zum ballführenden Spieler und wenig Aggressivität.

Die körperlich stärkeren Gäste waren aus einem anderen Holz geschnitzt: Da wurde energisch zugepackt. Schwächen zeigten sie allerdings in der Verwertung von Siebenmetern: Von acht zugesprochenen Strafwürfen verwandelten sie drei. Dennoch nutzte Selb die Schwächephase des VfB vor der Pause und zog bis zum Seitenwechsel auf 14:10 davon, wobei Frank Albrecht im VfB-Tor zwei Siebenmeter abwehrte und die Gäste einen dritten Strafwurf übers Tor warfen.
Im zweiten Abschnitt behielten die Gäste zunächst ihren Drei-, zeitweise Vier-Tore-Vorsprung. Doch der VfB zeigte Moral und kämpfte sich heran und hatte die Möglichkeit, den Ausgleich (16:18, 17:19) zu schaffen. Doch das ständige Hinterherlaufen eines Rückstandes kostete viel Selbstvertrauen, räumte der Trainer ein. Und leichten Fortschritten folgten deprimierende Rückschläge – ein Schlingerkurs wie in der gesamten Saison, der nicht unbedingt ein Zeichen von mentaler Stärke ist.
Ehrich bilanzierte: "Ich bin dennoch einigermaßen zufrieden mit der Mannschaft, weil sie gekämpft, sich nie aufgegeben hat. Sie hat versucht umzusetzen, was wir machen wollten."

VfB: Schmitt, Albrecht – Sitzmann, Gärtner 4, Kist 1, Gieck 3, Krämer 2, Wackersreuther 2, Kiesel 1, Hallmann 4/2, Blatt 5, D. Sauer, Radina, Ihrke 1/1
Schiedsrichter: Anderlohr, Jäkel (Nürnberg)
Zeitstrafen: 5 / 3
Siebenmeter: 4/2 / 8/3

he

siehe auch
Fotostrecke bei inFranken.de
Foto bei nn-forchheim.de